Werbegeschenk-Klassiker: „Old but Gold“ oder kalter Kaffee?

Kugelschreiber, Taschen oder Schlüsselanhänger: Klassiker sind nicht automatisch langweilig. Entscheidend ist, ob sie zum Menschen, zur Marke und zum Moment passen. Fünf Fragen zeigen, wann bewährte Give-aways funktionieren – und wann es Zeit für eine neue Idee ist.

Da liegt er wieder: der Kugelschreiber am Messestand.

Man nimmt ihn in die Hand, dreht ihn kurz zwischen den Fingern und entscheidet innerhalb weniger Sekunden, ob er mit nach Hause kommt – oder liegen bleibt.

Ist er angenehm schwer? Schreibt er gut? Sieht er hochwertig aus? Oder ist er einfach der nächste austauschbare Kugelschreiber mit einem möglichst gross platzierten Logo?

Genau darin liegt die Wahrheit über Werbegeschenk-Klassiker.

Ein Kugelschreiber, eine Stofftasche oder eine Trinkflasche ist nicht automatisch langweilig. Langweilig wird ein Produkt erst dann, wenn bei der Auswahl niemand genauer darüber nachgedacht hat.

Nicht der Klassiker ist das Problem. Sondern die Beliebigkeit.

Werbegeschenk-Klassiker sind nicht automatisch von gestern

Viele Produkte begleiten die Werbeartikelwelt schon seit Jahrzehnten.

Kugelschreiber. Notizbücher. Taschen. Schlüsselanhänger. Süssigkeiten. Trinkflaschen. Regenschirme.

Manche werden an Messen verteilt, andere liegen bei Veranstaltungen bereit oder werden einer Bestellung beigelegt. Sie sind bekannt, verständlich und häufig sofort einsetzbar.

Und genau das kann ihre Stärke sein.

Nicht jede Kampagne braucht ein Produkt, das noch nie jemand gesehen hat. Nicht jeder Anlass verlangt nach einer komplett neuen Sonderanfertigung. Manchmal ist ein vertrauter Artikel genau richtig – vorausgesetzt, er passt zur Zielgruppe, zur Marke und zum Moment.

Ein Klassiker funktioniert dann, wenn Menschen ihn nicht als Werbemittel wahrnehmen, das sie höflich entgegennehmen sollen, sondern als Produkt, das sie tatsächlich gebrauchen können.

Warum bewährte Give-aways noch immer funktionieren können

Ein gutes Werbegeschenk muss nicht kompliziert sein.

Oft liegt die Wirkung gerade darin, dass die Funktion sofort klar ist. Niemand muss erklären, wie ein Notizbuch, eine Tasche oder ein Kugelschreiber benutzt wird.

Bewährte Produkte können zudem in unterschiedlichen Mengen, Ausführungen und Qualitätsstufen umgesetzt werden. Damit lassen sie sich häufig gut auf Anlass, Budget und Zielgruppe abstimmen.

Doch Bekanntheit allein reicht nicht.

Ein Klassiker erhält seinen Wert erst durch die Entscheidungen, die rund um das Produkt getroffen werden:

  • Welche Qualität wählen wir?
  • Passt das Produkt wirklich zum Alltag der Zielgruppe?
  • Wie wird die Marke darauf sichtbar?
  • Wann und wie wird der Artikel übergeben?
  • Gibt es ein Detail, das ihn unverwechselbar macht?

Wer diese Fragen beantwortet, kann auch aus einem bekannten Produkt einen starken Markenkontakt machen.

Fünf Fragen, bevor Du einen Klassiker bestellst

1. Wird der Artikel wirklich benutzt?

Das wichtigste Kriterium ist nicht, wie günstig ein Produkt pro Stück ist.

Entscheidend ist, ob es im Alltag der Empfängerinnen und Empfänger eine echte Aufgabe erfüllt.

Ein Kugelschreiber kann täglich auf dem Schreibtisch liegen. Eine Tasche kann Einkäufe, Unterlagen oder Sportkleider transportieren. Eine Trinkflasche kann Menschen ins Büro, in den Zug oder zum Training begleiten.

Das funktioniert aber nur, wenn das Produkt angenehm zu benutzen ist.

Ein Kugelschreiber, der kratzt, verschwindet schnell in einer Schublade. Eine unbequeme Tasche bleibt zu Hause. Eine Flasche, die schlecht schliesst, wird kaum ein zweites Mal mitgenommen.

Ein Produkt, das niemand benutzen möchte, ist auch mit Logo keine gute Investition.

2. Passt die Qualität zu Deiner Marke?

Material, Gewicht, Verarbeitung und Haptik senden eine Botschaft – noch bevor jemand das Logo genauer betrachtet.

Ein sehr leichter Kugelschreiber kann für eine kurzfristige Verteilaktion völlig passend sein. Für ein hochwertiges Kundengeschenk oder ein Unternehmen, das für Präzision und Qualität steht, wäre möglicherweise eine andere Ausführung glaubwürdiger.

Es geht nicht darum, bei jedem Projekt automatisch das teuerste Produkt auszuwählen.

Es geht darum, dass der Artikel das Qualitätsversprechen der Marke unterstützt und nicht unbeabsichtigt das Gegenteil vermittelt.

3. Würden Menschen das Produkt auch ohne grosses Logo verwenden?

Das Logo soll sichtbar sein. Aber sichtbar bedeutet nicht zwingend möglichst gross.

Gerade bei Taschen, Textilien, Flaschen und anderen Alltagsprodukten kann ein dezentes Branding die Nutzung deutlich attraktiver machen.

Vielleicht genügt eine kleine Gravur. Eine Ton-in-Ton-Veredelung. Ein Muster in den Unternehmensfarben. Ein überraschendes Detail auf der Innenseite. Oder eine persönliche Botschaft auf der Verpackung.

Die stärkste Markenpräsenz entsteht oft dann, wenn Menschen ein Produkt freiwillig und gerne verwenden.

4. Passt der Artikel zum Anlass?

Ein Produkt wirkt nie unabhängig vom Moment, in dem es übergeben wird.

Ein Kugelschreiber bei einem Workshop kann sinnvoll sein, weil er direkt gebraucht wird. Eine Stofftasche an einer Messe hilft, Unterlagen und weitere Artikel zu transportieren. Eine Trinkflasche bei einem Sportanlass fügt sich natürlich in die Situation ein.

Dasselbe Produkt kann an einem anderen Ort völlig beliebig wirken.

Deshalb sollte die Frage nicht nur lauten:

«Was können wir verteilen?»

Sondern:

«Was hilft den Menschen genau in diesem Moment?»

5. Was macht den Klassiker zu Deinem Klassiker?

Individualität beginnt nicht erst bei einer vollständigen Sonderanfertigung.

Sie kann bereits durch eine besondere Farbe, eine ungewöhnliche Materialkombination, eine persönliche Namensindividualisierung oder eine durchdachte Verpackung entstehen.

Auch die Geschichte hinter dem Produkt kann den Unterschied machen.

Warum habt Ihr genau diesen Artikel ausgewählt? Welche Verbindung besteht zur Kampagne, zum Unternehmen oder zum Anlass? Gibt es eine Botschaft, die das Produkt erklärt und ihm Bedeutung verleiht?

Ein kurzer Satz auf einer Karte kann aus einem bekannten Artikel plötzlich etwas sehr Persönliches machen.

Fünf Klassiker – und wie man sie neu denken kann

Der Kugelschreiber

Er ist wahrscheinlich einer der bekanntesten Werbeartikel überhaupt. Und trotzdem kann er noch immer funktionieren.

Entscheidend sind Schreibgefühl, Material, Form und Veredelung. Ein hochwertiger Kugelschreiber mit angenehmem Gewicht, einer gut gewählten Farbe und einer dezenten Gravur fühlt sich völlig anders an als ein beliebiges Streuprodukt.

Auch der Übergabemoment kann ihn aufwerten: zusammen mit einem Notizbuch, als Bestandteil eines Workshop-Sets oder mit einer kleinen Karte, die erklärt, welche Ideen damit hoffentlich entstehen werden.

Die Stofftasche

Eine Tasche mit einem grossen Logo auf der Vorderseite ist schnell produziert. Sie wird aber nicht automatisch gerne getragen.

Spannender wird es mit einer besonderen Form, einem starken grafischen Motiv, einer hochwertigen Haptik oder einem Design, das auch ausserhalb eines Firmenevents funktioniert.

Das Logo kann dabei Teil der Gestaltung sein, statt lediglich darauf platziert zu werden.

Das Notizbuch

Ein Notizbuch bietet mehr Möglichkeiten, als man auf den ersten Blick vermuten würde.

Der Umschlag kann zur Marke passen. Einzelne Seiten können Informationen, Fragen oder kleine Impulse enthalten. Ein Name kann das Buch persönlich machen. Eine Botschaft auf der ersten Seite kann erklären, für welche Gedanken und Ideen es gedacht ist.

Aus einem klassischen Schreibwarenartikel entsteht so ein Begleiter mit eigener Geschichte.

Die Trinkflasche

Auch Trinkflaschen sind längst keine Neuheit mehr. Trotzdem werden gute Modelle regelmässig und über längere Zeit verwendet.

Hier zählen besonders Funktion und Qualität: Liegt die Flasche gut in der Hand? Ist sie angenehm zu reinigen? Passt die Grösse zur Zielgruppe? Funktioniert der Verschluss zuverlässig?

Farbe, Oberfläche und dezente Personalisierung machen daraus anschliessend ein Produkt, das sich glaubwürdig mit der Marke verbindet.

Das essbare Give-away

Süssigkeiten, Snacks oder kleine Genussprodukte besitzen einen Vorteil: Sie schaffen einen unmittelbaren Moment.

Doch auch hier entscheidet die Idee.

Eine ungewöhnliche Verpackung, ein passender Text oder eine geschmackliche Verbindung zur Kampagne können aus einer kleinen Aufmerksamkeit einen sympathischen Gesprächseinstieg machen.

Das Produkt wird vielleicht nicht lange aufbewahrt. Die Situation und das Gefühl dahinter können trotzdem in Erinnerung bleiben.

Wann ein Klassiker die falsche Wahl ist

Es gibt Projekte, bei denen ein bekanntes Standardprodukt trotz guter Gestaltung nicht ausreicht.

Zum Beispiel, wenn:

  • ein wichtiger Meilenstein oder ein Jubiläum besonders gewürdigt werden soll,
  • ausgewählte Kundinnen und Kunden eine persönliche Anerkennung erhalten,
  • eine neue Marke oder Kampagne bewusst überraschen möchte,
  • das Produkt eine sehr spezifische Geschichte erzählen soll,
  • oder die Zielgruppe ähnliche Give-aways bereits häufig erhalten hat.

Dann kann eine individuelle Produktidee, eine besondere Kombination oder eine komplette Sonderanfertigung die bessere Lösung sein.

Mehr dazu findest Du in unserem Beitrag über Werbeartikel mit Wirkung.

Weniger Artikel, dafür die richtigen?

Ein niedriger Stückpreis wirkt auf den ersten Blick attraktiv.

Doch entscheidend ist nicht nur, wie viele Produkte verteilt werden. Entscheidend ist, wie viele davon relevant sind, benutzt werden und einen positiven Eindruck hinterlassen.

Manchmal ist eine grosse Menge einfacher Give-aways sinnvoll. Beispielsweise bei einer breit angelegten Publikumsaktion.

In anderen Situationen kann es wirkungsvoller sein, weniger Personen mit einem sorgfältiger ausgewählten und hochwertiger umgesetzten Produkt anzusprechen.

Es gibt dafür keine pauschale Antwort.

Die richtige Lösung hängt von Ziel, Zielgruppe, Anlass, Menge, Budget und Termin ab. Genau deshalb beginnt ein gutes Projekt mit einem klaren Briefing und einer ehrlichen Beratung.

Auch ein Klassiker darf verantwortungsvoll gewählt sein

Ein klassisches Produkt ist nicht automatisch nachhaltig oder nicht nachhaltig.

Entscheidend sind unter anderem Material, Herkunft, Verarbeitung, Verpackung, Transport und die Frage, wie lange der Artikel tatsächlich genutzt wird.

Ein Produkt, das zuverlässig funktioniert und gerne über längere Zeit verwendet wird, hat andere Voraussetzungen als ein kurzlebiger Artikel ohne echten Nutzen.

Wer bei der Auswahl besonderen Wert auf Materialien, Herkunft und verantwortungsvolle Alternativen legt, findet weitere Informationen bei unseren nachhaltigen Werbeartikeln.

Unsere Antwort: Old but Gold – wenn die Idee stimmt

Werbegeschenk-Klassiker haben weiterhin ihre Berechtigung.

Sie werden nicht deshalb zu kaltem Kaffee, weil man sie schon kennt. Sie werden dann beliebig, wenn sie ohne klare Zielsetzung ausgewählt, möglichst günstig produziert und mit einem zu grossen Logo versehen werden.

Ein guter Klassiker dagegen:

  • passt zum Alltag der Zielgruppe,
  • entspricht dem Qualitätsanspruch der Marke,
  • wird attraktiv und sinnvoll gebrandet,
  • funktioniert im konkreten Übergabemoment,
  • und erhält durch ein Detail oder eine Geschichte seinen eigenen Charakter.

Dann darf es durchaus ein Kugelschreiber sein.

Oder eine Tasche. Eine Flasche. Ein Notizbuch.

Hauptsache, es ist nicht einfach irgendeines.

Du planst eine Messe, eine Kampagne oder eine Kundenaktion und bist unsicher, ob ein Klassiker oder eine individuellere Lösung besser passt?

Erzähl uns, wen Du erreichen möchtest, was der Anlass ist und welches Budget zur Verfügung steht. Gemeinsam finden wir eine Idee, die zu Deiner Marke passt und zuverlässig umgesetzt werden kann.

Sprich mit uns über Dein nächstes Werbeartikel-Projekt.

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